Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates (Zahnfleisch, zahnhaltende Strukturen, Kieferknochen), es ist eine langsam fortschreitende Infektionskrankheit. Ursächlich hierfür sind bakterielle Beläge (Biofilme). Sofern Sie lange Zeit nicht gründlich entfernt werden entsteht fester Zahnstein, der sich wie ein Keil in Richtung Wurzel schiebt (es entstehen Zahnfleischtaschen) und das Bindegewebe zerstört, das die Zähne hält.

Als Patient bemerken Sie Parodontitis oft erst beim Auftreten von Zahnfleischbluten, angeschwollenem bzw. zurückgegangenen Zahnfleisch oder der Verlagerung von Zähnen. Erfolgt keine Behandlung der anhaltenden Entzündungen, kommt es im weiteren Verlauf zum Knochenabbau und letztendlich zum Zahnverlust. Bei einer Entzündung des gesamten Zahnbetts ist die regelmäßige professionelle Zahnreinigung eine wichtige Maßnahme eine angemessene Mundhygiene herzustellen und immer wieder von Neuem zu erhalten.

Es gibt eine Reihe von verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und Methoden, den Abbau des Zahnhalteapparates aufzuhalten. Voraussetzung für den möglichen Erfolg dieser anspruchsvollen Aufgabe ist Ihre Mitwirkung als Patient.

  • Chirurgische Verfahren
  • Regenerative Verfahren zum Aufbau des Zahnhalteapparates
  • Antibakterielle Therapie, z.B.Periochip

Chronisch entzündetes Zahnfleisch kann das Immunsystem belasten, das Risiko für rheumatische Erkrankungen, Herzerkrankungen, Diabetes, Frühgeburten, erhöhen.

© Institut Straumann AG, 2013. Alle Rechte vorbehalten. Mit freundlicher Genehmigung der Institut Straumann AG
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